Unwettereinsatz

18. August 2017
Feuerwehr

Auf Grund eines plötzlichen und heftigen Unwetters, musste die Feuerwehr Prien in der Nacht zum Samstag (18./19.08.17), 35 mal ausrücken.

 

Nach den ersten Sturmböen wurden die Feuerwehren aus Atzing, Bad Endorf, Greimharting, Rimsting und Prien zu zwei gleichzeitig auslösenden Brandmeldeanlage gerufen. Beide Alarme erwiesen sich zum Glück als Fehlalarme auf Grund des starken Windes.

 

Nachdem die ersten beiden Einsätze abgearbeitet waren, mussten zahlreiche umgestürzten Bäume entfernt werden. Dies war erforderlich um die öffentlichen Straßen wieder befahrbar zu machen und zu kontrollieren, dass sich keine Personen unter den Bäumen befanden bzw. in PKW's eingeschlossen waren. Die Arbeiten mussten zum Teil mit der Priener Drehleiter durchgeführt werden um die Bäume zu erreichen. Ebenso wurde die Feuerwehr Frasdorf mit der Drehleiter unterstützt.

 

Da das Echelon Festival evakuiert und Notunterkünfte geschaffen wurden, transportierte der Dekon-P LKW Feldbetten nach Bad Aibling. Im weiteren Verlauf der Nacht wurden Feldbetten nach Bad Endorf zur dortigen Betreuungsstelle gebracht.

 

Auf Grund eines medizinischen Notfalls wurde die Priener Wehr zur Erstversorgung eines Patienten gerufen. Die Person wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch die Feuerwehr betreut.

 

Parallel zu den anderen Einsätzen wurden die Priener Kräfte durch die Deutsche Bahn angefordert. Auf Grund eines Oberleitungsschadens mussten Züge in Bad Endorf und Prien evakuiert werden. Die Priener Feuerwehr betreute die Passagiere des „Priener Zuges“, versorgte sie mit Getränken, organsierte Omnibusse und führte die Evakuierung durch.

 

Neben den eigentlichen Einsätzen wurde im Priener Feuerwehrhaus Verpflegung für die Mannschaft hergerichtet und die Einsätze koordiniert.

 

Gegen 4:30 in der Früh konnten die Einsatzkräfte nach Haus entlassen werden, jedoch nur kurz...

...um 7 Uhr wurden die Mitglieder der FFW Prien wieder alarmiert. Es mussten Bäume entfernt werden, welche umzustürzen drohten und eine Gefährdung für die Öffentlichkeit darstellten.

 

 

Die Feuerwehr Prien war mit 35 Mann und 10 Fahrzeugen, etwa 11 Stunden im Einsatz.