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Brandschutz auf Herrenchiemsee zur Chefsache erklährt

 

Bayerns Innenminister sagt neues Mannschaftstransportboot zu

Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner holt Innenminister zur FW Prien am Chiemsee

 

Prien am Chiemsee. Vor rund drei Wochen ist das einzige Mannschaftstransportboot der Freiwilligen Feuerwehr (FW) nach rund 31 Jahren Dienstzeit kaputtgegangen. Der Jetantrieb ist defekt, Leitbleche sind gebrochen und das komplette Gehäuse ist von einem Lochfraß befallen. Damit ist der Brandschutz auf der Herreninsel, die in den Stoßzeiten täglich bis zu 5000 Besucher zählt, derzeit unter erschwerten Bedingungen für die Feuerwehr umzusetzen. Dieser wurde der Brandschutz im Jahr 1983 von der Regierung von Oberbayern übertragen, um die Einwohner, das König-Ludwig-Schloss und die anderen staatlichen Gebäude auf der Insel vor Feuer zu schützen.

 

 

Staatminister Herrmann lobt ehrenamtliches Engagement:

 

Auf die Bitte des Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner unterbrach nun Bayerns Innenminister, Joachim Herrmann, am Freitag, 15. August 2014, seinen Urlaub, um sich von der Notlage der Feuerwehr vor Ort zu überzeugen. Klaus Stöttner fand bei dem Treffen deutliche Worte, die er an Herrmann richtete: „Unsere ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmänner und –frauen müssen optimal mit allen Gerätschaften ausgestattet werden. Nur dann kann im Notfall auch bestmöglich geholfen werden.“ Auch der Innenminister hob die außerordentliche Position unserer Feuerwehren in der Region heraus: „Wir haben hier in Prien eine starke und kompetente Mannschaft, die im vergangenen Jahr bei der Hochwasserkatastrophe gezeigt hat, was sie leisten kann. Der Freistaat muss dieser Leistung Rechnung tragen und seiner Verantwortung den vielen Ehrenamtlichen gegenüber auch gerecht werden.“

 

Die FW Prien ist derzeit nur imstande mit einem sehr viel kleineren und langsameren Arbeitsboot mit geringerer Personenzahl auf die Herreninsel zu kommen. Aber nur bei bestem Wetter, denn lediglich das derzeit fehlende Mannschaftstransportboot besitzt eine Radaranlage, um sich auf dem Chiemsee auch bei Nebel zurecht zu finden.

 

Ein neues Boot kostet Geld. Etwa 300.000 Euro müssen für ein neues Boot gerechnet werden, so der Kommandant der FW Prien, Stefan Pfliegl. Geld, das die Feuerwehr und die Gemeinde Prien nicht haben. Das machte der Bürgermeister von Prien, Jürgen Seifert, noch einmal deutlich. Auch der Landkreis Rosenheim sieht sich derzeit nicht in der Lage, die Kosten alleine zu stemmen, so Franz Berger von der Abteilung Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim.

 

Freistaat übernimmt 70 Prozent der Kosten:

 

Die Neuanschaffung ist demnach ohne den Freistaat Bayern nicht machbar. Innenminister Herrmann schlug deshalb einen Kompromiss vor. So soll der Freistaat Bayern über eine Feuerwehrförderung 70 Prozent der Anschaffungskosten übernehmen. Damit werde der hohen Professionalität und der hohen Belastung der FW Prien Rechnung getragen, so der Innenminister. Die übrigen 30 Prozent wiederum müssen die Gemeinde Prien und der Landkreis Rosenheim gemeinsam aufbringen.

An dem Gespräch mit Innenminister Herrmann nahmen auch der Landtagsabgeordnete Otto Lederer, Kreisbrandrat Richard Schrank, Ronald Zillmer vom Katastrophenschutz des Landkreises Rosenheim, Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser, Kreisbrandmeister Manfred Girlinger, der Leiter Verwaltungsgemeinschaft Herrenchiemsee Josef Austermayer und die gesamte Führungsmannschaft der Feuerwehr Prien teil.

 

Hintergrundinformationen:

Seit den 80er Jahren lebten auf der Herreninsel immer weniger Personen im feuerwehrtauglichen Alter und somit wurde 1982 der Brandschutz von Herrenchiemsee der Gemeinde Prien am Chiemsee von der Regierung von Oberbayern übertragen. In dieser Zeit wurde das Boot nach eigener Konstruktion einer kleinen Gruppe der Feuerwehr Prien entworfen und gezeichnet.

Die FW Prien hat derzeit 95 aktive Mitglieder, eine 20-köpfige Jugendtruppe, 2 hauptamtliche und einen geringfügig angestellten Mitarbeiter. Der Fuhrpark umfasst 13 Fahrzeuge, 1 Arbeitsboot und das besagte Mannschaftstransportboot für den Brandschutz Herrenchiemsee. Die Einsatzzahlen liegen im Durchschnitt bei 250 bis 300 Einsätzen im Jahr. Einsätze bei denen das Mannschaftstransportboot eingesetzt wird, belaufen sich auf rund 25 Stück jährlich.

 

Innenminister_Mannschaftstransportboot1: v.l. CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Bayerns Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr Joachim Herrmann und der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Lederer.

Text: Pressestelle, CSU-Bürgerbüro Rosenheim

Fotos: Hötzelsperger, Röber